Fallstudie SachsenEnergie AG Verbrauchsvisualisierung

Beschleunigte Entwicklung eines kundenzentrierten Self-Service-Portals

In meiner Rolle als Managing Consultant für Digital Customer Experience, habe ich für die SachsenEnergie AG die strategische und konzeptionelle Leitung für die Entwicklung eines innovativen Self-Service-Portals übernommen, das den Kunden im Kontext dynamischer Tarife volle Transparenz und Kontrolle über ihren Energieverbrauch gibt.

Im Video: Click-Through des Figma-Prototyps für Verbrauchsvisualisierung

Einleitung.

Mitten in der Energiewende und der Einführung dynamischer Tarife stand die SachsenEnergie AG, einer der führenden Energieversorger Deutschlands, vor der Herausforderung, ihren Kunden mehr Transparenz und Kontrolle über ihren Energieverbrauch zu bieten. Um dieser Nachfrage gerecht zu werden, wurde in der Rolle eines Interim Managers für Digital Product & Customer Experience ein Projekt zur Entwicklung eines digitalen Self-Service-Portals zur Verbrauchsvisualisierung initiiert. Diese Fallstudie beschreibt, wie durch einen agilen und stark nutzerzentrierten Ansatz in kürzester Zeit ein validiertes Konzept zur Umsetzungsreife gebracht wurde.

Die Herausforderung.

SachsenEnergie stand vor einer mehrdimensionalen Herausforderung. Es galt, ein Produkt zu entwickeln, das nicht nur komplexen gesetzlichen Anforderungen an die Datenvisualisierung genügt, sondern auch den steigenden Erwartungen der Kunden nach Transparenz, Autonomie und Kostenkontrolle gerecht wird. Gleichzeitig musste die Lösung technisch in die bestehende Systemlandschaft, insbesondere Salesforce, integrierbar sein und unter erheblichem Zeitdruck realisiert werden.

Regulatorischer Druck: Die Notwendigkeit, gesetzliche Vorgaben zur Verbrauchsvisualisierung präzise zu erfassen und funktional umzusetzen.

Kundenzentrierung: Die Entwicklung eines echten Mehrwerts für den Nutzer, der über die reine Datenanzeige hinausgeht und ein Bewusstsein für den eigenen Verbrauch schafft.

Technische Komplexität: Die Sicherstellung der technischen Machbarkeit und die Definition der notwendigen API-Schnittstellen in Abstimmung mit der IT.

Ressourcen- und Zeitdruck: Das Projektteam musste das Konzept innerhalb eines ambitionierten Zeitrahmens von nur vier Monaten fertigstellen, was durch Parallelprojekte interner Mitarbeiter und Ressourcenengpässe zusätzlich erschwert wurde.

Die Lösung.

Um diesen Herausforderungen zu begegnen, wurde ein strukturierter, agiler Prozess implementiert, der Design Thinking mit Scrum kombinierte. Das Projekt wurde von einem interdisziplinären Team aus internen Mitarbeitern der SachsenEnergie und externen Experten Uno Jüngling-Colic getragen. Der Prozess gliederte sich in vier zentrale Sprints über einen Zeitraum von vier Monaten.

Phase 1: Anforderungsanalyse und Konzeption (Sprints 1 & 2)

In den ersten beiden Sprints lag der Fokus auf der Untersuchung des Problemraums. Mittels Stakeholder-Interviews, Customer-Journey-Analysen und Wettbewerbs-Benchmarks wurden die gesetzlichen, unternehmerischen und kundenspezifischen Anforderungen systematisch erfasst. Das Ergebnis war ein klares Wertversprechen: Kunden durch Transparenz und Kontrolle zu unterstützen. Auf dieser Basis wurden erste Wireframes und ein MVP-Scope definiert.

Phase 2: Prototyping und Validierung (Sprints 3 & 4)

Aufbauend auf den Erkenntnissen wurde in Figma ein klickbarer Prototyp erstellt. Dieser Prototyp diente nicht nur der Visualisierung der Benutzeroberfläche, sondern vor allem der Validierung der entwickelten Hypothesen. In moderierten Beobachtungstests wurde der Prototyp auf Benutzerführung, Usability und wahrgenommenen Nutzwert getestet. Das Feedback aus diesen Tests floss direkt in die Iteration des Prototyps ein. Abschließend wurden aus dem finalen, validierten Prototyp detaillierte User Stories für die Salesforce-Entwicklung abgeleitet und an das Entwicklungsteam übergeben.

Das Ergebnis.

Der strukturierte und iterative Ansatz führte zu mehreren messbaren Erfolgen. Das Projekt demonstrierte eindrucksvoll, wie komplexe digitale Produkte effizient und kundennah entwickelt werden können.

  • Beschleunigte Umsetzung: Ein vollständig recherchiertes, mit Nutzern validiertes und übergabereifes Konzept wurde in nur vier Monaten realisiert.

  • Effizienzsteigerung: Die Zeit von der Konzeption bis zum Beginn der Code-Entwicklung (Concept-to-Code-Zeit) wurde um 50% verkürzt.

  • Hohe Produktqualität: Das finale Ergebnis war kein reines Konzeptpapier, sondern ein validierter, klickbarer Prototyp inklusive detaillierter User Stories, was das Risiko in der anschließenden technischen Entwicklung erheblich minimierte.

     

Mit der neuen Verbrauchsvisualisierung bringen wir Kunden und Energieversorger auf Augenhöhe. Wir geben unseren Kunden ein Werkzeug an die Hand, mit dem sie Verantwortung für ihren Verbrauch übernehmen können und dabei optimal unterstützt werden.

Die Learnings.

Das Projekt lieferte wertvolle Erkenntnisse, die über den konkreten Anwendungsfall hinaus als Blaupause für zukünftige Digitalisierungsvorhaben bei der SachsenEnergie dienen.

  • Frühzeitige UX-Integration ist ein Erfolgsgarant: Die Einbindung von UX-Design und Nutzerforschung von Beginn an stellte sicher, dass die Lösung konsequent aus Kundensicht gedacht und entwickelt wurde, anstatt von Systemrestriktionen getrieben zu sein.

     

  • Hybride Teams fördern Innovation: Die Kombination aus internem Fachwissen und externer Methodenkompetenz erwies sich als äußerst schlagkräftig. Stärkenbasiertes Arbeiten in einem selbstorganisierten Team ermöglichte hohe Effektivität.

     

  • Strukturierte Agilität bewältigt Komplexität: Die vordefinierte Epic-Struktur (Phase 0) ermöglichte dem Team einen schnellen Einstieg, während der Mix aus Design Thinking und Scrum die nötige Flexibilität bot, um auf Herausforderungen wie den engen Zeitrahmen zu reagieren.

     

  • Prototyping minimiert Umsetzungsrisiken: Die Validierung durch einen klickbaren Prototypen mit echten Nutzern stellt sicher, dass die „richtigen Dinge richtig gebaut werden“ und reduziert teure Fehlentwicklungen in der späteren Implementierungsphase.

Meine Kompetenzen.

Experience Management

UX Design

Go-to-Market

Ausgewählte Referenzen.

„Ich habe mit Uno an einem anspruchsvollen Projekt zur Vorbereitung des Markteintritts eines Smart Home / IoT Anbieters in Deutschland gearbeitet. Uno wurde als Berater hinzugezogen, um den Bereich Marketing zu leiten. Seine Aufgabe war es, eine Go-to-Market-Strategie inklusive Kundenwertversprechen zu entwickeln, eine Markenarchitektur zu entwerfen, die auch White-Labeling-Optionen zulässt, und Fakedoor-Markttests durchzuführen, um die optimale Markteinführungskommunikation zu definieren.

Uno war eine treibende Kraft und ein Erfolgsfaktor in diesem Projekt. Ich arbeite gerne mit Leuten zusammen, die strukturiert sind und einen Plan haben, aber auch pragmatisch, fleißig und schnell sind. Uno hat schnell bewiesen, dass er all das ist. Er ist einer der wenigen Menschen im Marketing, die sowohl abstrakt denken und strategisch planen als auch sehr detailliert arbeiten können, wobei mich die hohe Qualität seiner Ergebnisse immer wieder beeindruckt hat. Er hat ein sehr gutes Gespür für visuelle und verbale Ästhetik und kombiniert dies mit einer sehr analytischen, strukturierten und methodischen Herangehensweise. Wenn man mit ihm zusammenarbeitet, merkt man schnell, dass er sein Fach wirklich beherrscht.

Uno ist der Typ Mensch, den man in seinem Team haben möchte, wenn man ein neues Unternehmen oder eine neue Abteilung aufbaut, um diese auf eine solide methodische Basis zu stellen, ein starkes Team aufzubauen und gleichzeitig konkrete Ergebnisse zu liefern. Ich habe Uno später noch einmal für ein anderes Projekt engagiert, und ich bin sicher, es wird nicht das letzte Mal gewesen sein.“

Dominik Busching
Head of Product Management 
tado°

„Uno Jüngling-Colic hat in unserer Zusammenarbeit bei der Investorensuche für unser Start-up eine tragende Rolle gespielt. Bekannt als Gründer von lingoking.com war er unsere erste Wahl für die Unterstützung zur Entwicklung unseres Pitches und der Kapitalmarktstory. Wesentliche Bausteine für den erfolgreichen Exit an die finanzen.net GmbH.

Uno hat uns bei der Optimierung unseres Pitch-Narrativs, der Erstellung des Pitch Decks und der Formulierung unserer Value Proposition exzellent unterstützt. Seine strukturierte und analytische Herangehensweise hat unsere Ideen klar und überzeugend dargestellt.

Besonders beeindruckt waren wir von Unos fundierter Start-up Erfahrung, seiner Zuverlässigkeit und seinen kommunikativen Fähigkeiten. Seine sympathische Persönlichkeit machte die Zusammenarbeit stets angenehm und produktiv.

Uno Jüngling-Colic ist ein unverzichtbarer Partner für jedes Start-up auf der Suche nach strategischer Beratung. Seine fachliche Kompetenz und seine strukturierte Arbeitsweise machen ihn zu einem Experten, den ich uneingeschränkt weiterempfehlen kann.“

Malte Rubruck
Geschäftsführer
finanzen.net zero GmbH

„Seit 15 Jahren coache und begleite ich CX-Führungskräfte auf der ganzen Welt. Die Arbeit mit Uno war eine einzigartige Erfahrung. Er ist nicht wie andere Menschen, die ich gecoacht habe. Von der ersten Stunde an zeigte er ein tiefes Verständnis für den CX-Bereich und die Anwendung der Methoden, Frameworks und Modelle, die ihm beigebracht wurden. Seine Fragen und Ideen spiegeln ein tiefes Verständnis sowohl des Geistes als auch des Prozesses der Kundenerfahrung wider.

Uno ist ein brillanter Stratege und kreativer Kopf und ich freue mich, ihn in meinem Netzwerk zu haben. Wenn Sie einen CX-Strategen und Programmmanager brauchen, der weiß, wie man CX erfolgreich macht, werden Sie davon profitieren, Uno in Ihrem Team zu haben.“

Steven Keith
Founder
cxpilots.com

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